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Auf dieser Seite finden Sie Texte, Gedanken und Gebete.

Immer dann

Psalm 23 für hektische Leute

Wenn Du Frieden willst

Wer bin ich ?

"Was sollen wir tun ?"

Beim Wort genommen

Sieben Tipps für Ihr Leben in Balance


Immer dann

Immer dann, wenn die Liebe nicht ganz reicht,
wünsche ich dir Großherzigkeit.

Immer dann, wenn du verständlicherweise auf Revanche sinnst,
wünsche ich dir Mut zum Verzeihen.

Immer dann, wenn sich bei dir das Misstrauen rührt,
wünsche ich dir einen Vorschuss an Vertrauen.

Immer dann, wenn du mehr haben willst,
wünsche ich dir die Sorglosigkeit der Vögel des Himmels.

Immer dann, wenn du dich über die Dummheit anderer ärgerst,
wünsche ich dir ein herzhaftes Lachen.

Immer dann, wenn dir der Kragen platzt,
wünsche ich dir tiefes Durchatmen.

Immer dann, wenn du gerade aufgeben willst,
wünsche ich dir Kraft zum nächsten Schritt.

Immer dann, wenn du dich von Gott und der Welt verlassen fühlst,
wünsche ich dir eine unverhoffte Begegnung, ein Klingeln an der Haustür.

Immer dann, wenn Gott für dich weit weg scheint,
wünsche ich dir seine spürbare Nähe.


Psalm 23 für hektische Leute

Der Herr ist "mein Schrittmacher".
Ich werde nicht hetzen;
er stoppt mich und findet für mich viele Augenblicke, damit ich zur Ruhe komme,
er erzieht mich zur Haltung der Stille, so dass ich ständig zur Gelassenheit zurückfinde.
Er weiß, mich zum Weg der fruchtbaren Wirksamkeit zu leiten,
indem er meinen Geist auf das Eigentliche orientiert;
die Führung des Herrn ist Friede!
Und das, obwohl ich jeden Tag wirklich viel zu erledigen habe.
Ich brauche mir keine Sorgen zu machen, er ist ja hier!
Seine Zeitlosigkeit und seine Allmacht sorgen für die Harmonie in meinem Leben.
Er verschafft mir Erfrischung und gibt mit neue Kraft mitten in meiner Arbeit,
er salbt meinen Geist mit dem Öl der Gelassenheit.
Der Becher meiner Energie geht vor Freude über.
Lauter Harmonie und Wirksamkeit werden die Früchte meiner Stunden sein,
und ich werde wandern mit dem Schritt meines Herrn und wohnen in seinem Hause für immer.

von Toki Miyashina


Wenn Du Frieden willst

1.     Wenn Du Frieden willst, dann trage bei zum Vertrauen auf Gott.
2.     Wenn Du Frieden willst, dann missbrauche nicht Deine eigenen Gründe gegen andere.
3.     Wenn Du Frieden willst, dann stärke die Gemeinschaft.
4.     Wenn Du Frieden willst, dann such ihn auf politische Weise.
5.     Wenn Du Frieden willst, dann achte das Leben über alles.
6.     Wenn Du Frieden willst, dann fange bei denen an, denen Du schon verpflichtet bist.
7.     Wenn Du Frieden willst, dann frag Dich auch immer, wem Du ihn schon genommen hast.
8.     Wenn Du Frieden willst, dann betrachte die Art und Weise, wie Du über andere und mit anderen redest.
9.     Wenn Du Frieden willst, dann bescheide Dich mit dem, was Du hast, und versuche nicht immer, mehr haben zu wollen.
10.   Wenn Du Frieden willst, dann sei tief beunruhigt über die Friedlosigkeit der Welt und deshalb über Dich selbst.


Wer bin ich ?

Wer bin ich ? Sie sagen mir oft, ich träte aus meiner Zelle, gelassen und heiter und fest wie ein Gutsherr aus seinem Schloss!
Wer bin ich ? Sie sagen mir oft, ich spräche mit meinen Bewachern frei und freundlich und klar, als hätte ich zu gebieten.
Wer bin ich ? Sie sagen mir auch, ich trüge die Tage des Unglücks gleichmütig, lächelnd und stolz, wie einer, der Siegen gewohnt ist.
Bin ich das wirklich, was andere von mir sagen?
Oder bin ich nur das, was ich selbst von mir weiß?
Unruhig, sehnsüchtig, krank, wie ein Vogel im Käfig, ringend nach Lebensatem, als würgte mir einer die Kehle,
hungernd nach Farben, nach Blumen, dürstend nach guten Worten, nach menschlicher Nähe,
zitternd vor Zorn über Willkür und kleinlichste Kränkung, umgetrieben vom Warten auf große Dinge,
ohnmächtig bangend um Freunde in endloser Ferne, müde und leer zum Beten, zum Denken, zum Schaffen,
matt und bereit, von allen Abschied zu nehmen?
Wer bin ich? Der oder jener? Bin ich denn heute dieser und morgen ein anderer? Bin ich beides zugleich?
Vor Menschen ein Heuchler und vor mir selbst ein verächtlich, wehleidiger Schwächling?
Oder gleicht, was in mir noch ist, dem geschlagenen Heer, das in Unordnung weicht vor schon gewonnenem Sieg?
Wer bin ich? Einsames Fragen treibt mit mir Spott. Wer ich auch bin, du kennst mich,
Dein bin ich, o Gott!

von Dietrich Bonhoeffer


"Was sollen wir tun ?"

muss mit der ungewöhnlichen Frage: "Von wo empfangen wir etwas ?" beantwortet werden.
Die Menschen müssen wieder Verstehen lernen, dass man nicht viel geben kann, wenn man nicht viel empfangen hat.
Die Religion ist in erster Linie eine geöffnete Hand, eine Gabe entgegenzunehmen, und in zweiter Linie eine tätige Hand, Gaben auszuteilen.


Beim Wort genommen

Hören -
wirkliches Hinhören, auf jemanden hinhören, ihm Gehör schenken, ihm zuhören,
hellhörig und aufmerksam, bewirkt, dass ihm zugehören.
Wenn der andere auch auf mich hört, mir Gehör schenkt, mir gehört, dann gehören wir einander.
Wenn wir einander gehören, wenn wir zueinander gehören, wenn wir aufeinander hören,
sind wir Angehörige, Menschen, die einander angehören. Aufeinander hören, einander Gehör schenken, ...


Sieben Tipps für Ihr Leben in Balance

Quelle: Zeitschrift Manager Seminare November/Dezember2001

1.    Formulieren Sie Ihre persönliche Lebensvision
Ein persönliches Leitbild oder Lebensziel hilft Ihnen, Sinn und Richtung Ihres Lebens näher festzulegen.

2.    Beachten Sie: Weniger ist meistens mehr.
Die wirklichen Zeitprobleme im Leben entstehen, wenn wir zu viele Rollen gleichzeitig ausfüllen wollen. Wer sich zuviel vornimmt und alles verplant, bleibt unflexibel und stresst sich ebenso wie andere.

3.    Sorgen Sie für eine ausgewogene Zeit – und Lebens-Balance.
Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der qualitativen Zeit-Balance zwischen den beruflichen und persönlichen Lebensbereichen Arbeit/Leistung, Familie/Kontakt, Körper/Gesundheit und Sinn/Kultur.

4.    Planen Sie Zeit für Ihre Lebensprioritäten.
Planen Sie regelmäßig persönliche Zeitfenster oder Termine mit sich selbst ein – auch gegen die Widerstände anderer -, an denen Sie sich um Ihre Prioritäten zur Erreichung eigener Ziele kümmern.

5.    Konzentrieren Sie sich immer auf das Wesentliche.
Nur die konsequente Konzentration auf das Wesentliche bei den beruflichen und privaten Lebensrollen garantiert Erfüllung, Ausgewogenheit und Lebenserfolg.

6.     Entfliehen Sie der Dringlichkeitsfalle.
Bei dringenden Dingen reagieren wir nur, bei wichtigen Dingen hingegen agieren wir.
Unterwerfen Sie sich nicht dem täglichen Diktat der Dringlichkeit, sondern fokussieren Sie sich auf die Wichtigkeit eigener Ziele.

7.    Gehen Sie mit Ihrer Lebenszeit bewusst und souverän um.
Leben in Balance bedeutet bewusster, eigenverantwortlicher und gleichgewichtiger Umgang mit dem kostbaren und knappen Gut „Zeit": Heute beginnt der erste Tag vom Rest Ihres Lebens, den Sie mit einem neuen Zeitbewusstsein beginnen können!

   
© Text und Foto - Pfarre Bad Leonfleden; Foto - Hans Filipp; Technische Umsetzung - Peter Fleischanderl